Versuch einer homöopathischen Therapie der Wechsel- und anderer Fieber, zunächst für angehende Homöopathiker, von C. V. Boenninghausen. / Title Contents

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7> Vorwort zur zw-eiten Auflage. Seit mehr als zelin Jahren wurde der Verfasser des,,Vers~uchs e~iner hombiopathischen Tlierapie der Wechselfieber", weicher im Jahre 1833 (zu Mi~nster bei iFriedr. Regensberg) -erschienen war, zu wiederholten iMalen aufgefordert, eine. neue Auflage dieser, im Bucbhandel gdinzlich vergriffenen Schrift zu veranstalten. Diese Aufforderungenl, die vom Auslande nicht minder, als vom Julande, eiuliefen u-nd bei alien jahrlicheu Ver-_ sammiungen der Homiiopathen Rhei

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IV VOrwort. genug in Ansprueh genommen mnd der in dem hohen Alter von 79 Jahren nicht mehr mit der Riistigkeit -und Ausdauer seine wenigen Mussestunden am Schreibtische zn verwenden im Stande ist, als vor dreissig Jahren. Was ihm. dagegen von der anderen Seite dabei sehr zu Statten kiam, war nicht bloss cine langjabrige Erfahrung, sondern insbesondere auch noch sein, heute sehon aus 115 anselinlichen Quartbainden bestehendes mit *aller Sorgfalt gefiihrtes Kranken -Journal, welehes ein

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Vorwort. V nur angemessen,, sondern sogar erforderlich, Jedem derselben eine abgesonderte Rubrik anzuweisen. 2. Fast alle Fieber, niclt bloss die Intermittirenden und Remittirenden, sondern selbst die meisten.Ko-ntinnirenden, haben ihre Perioden, wo die Fiebererscheinungen mit ihren begleitenden Beschwerden einigermassen nachiassen, und wo das Beflnden des Kranken sich in etwas anderer -Weise, obwohl immer noch melir oder minder krankhaft, gestaltet. Darin liegt ein voilkommen triiftiger Gr

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VI Vorwort. und iiber die Angemessenheit derselben in konkreten Fallen, wo die folgenden Abtheilungen noch Zweifel fibrig gelassen, den Ausschlag zu geben. - Verfasser hofft, dass diese, ihn immer mehr ansprechende diagnosis artige Form sich des Beifalls der Fachgenossen und Sachverstandigen zu erfreuen haben und dazu beitragen wird, unsere therapeutischen Kenntnisse zu fdrdern. Noch ist an dieser Stelle anzumerken, dass in dieser Abtheilung neben dem vollstandigen Namen jedes Arzneimittels

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VOrwort. vii zusammengesetzten Fieber,.b h. Soicher, welche aus.mehr als Einem der vorher abgehandelten Fieber-Stadien bestehen und dabei vielfach abw'eichende Arten von Aufeinanderfolge und Verbindungen ergeben, wie sie nicht selten in der Wirklichkeit vorkommen. - Es verstebt sich von selbst, dass diese Abtheilung fbr die Zukunft noch anselnlicher Erweiterung faihig und bediirftig ist. - Der leichteren Uebersicht wegen sind die Ie Rubriken dieser Abtheilung nach dem Beginne der Fieber-Sta

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viii VOrwOrt.. in semnenbeiden Repertorien (von 1833 und 1835) und in seinem therapeutischen Tasehenbuche (von 1846) zur An-. wendung -gekommen und. von kompetenten Richtern als zweckmaissig anerkannt sind. Dieser Anordnung zufolge haben, - um ein Beispiel auf der letzten, also leicht aufzuschlagenden Seite dieses Buches, unter der Rubrik: Zehrfieber zu geben, - die gesperrt-kursiv gedruckten Arzneinamen: -Ais. Cale. Kali. Lyc. u. s. w. den obersten -Rang, als denjenigen Mittein gebllhrend

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Vorwort. ix liber' Gesundheit - und. Leben gebietet. Eiinstweilen kann ýdessen Stelle, wenn gleich mit minderer Bequemliehkeit, jede sonstige gute homo**opathische Therapie vertreten, so dassý das Bedtirfniss als minder dringenci angesehen werden darf. Indessen wti'rde es ohue Zweifel. eimver-dienstijehes unci fUr Manchen wilikommenes Werk sein, wenn emn anderer College, der dazu die erforderliche Erfahrung unci Beffihigung besitzt, mit, besonderer Berticksichtigung der haufig sich v or und

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Vorwo~rt zur ersten A~usgabe. Die Heilung der Wecliselfieber auf homdo'pathischem Wege muiss ebe'n so selinell, sicher unci dauerhaft zu bewirken sein, als, die Heilan-g jeder andern Krankheit, wofern, das Prinzip dieser Heilmethode, als in -der Natur' begriinJet, aligemein. glltig ist und richtig angewendet wird. In der That seh~en wir audi hadufig, genug, nach, der kleinsten Gab 'e der' angemessenien Arznei, das Wechselfieber, nebst alien. dasselbe begleitenden Beschwerdeni, wie durch Zaubers

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Vorwort. xi: seltenen Arzneigaben der Homtiopathen sind als PalliativMittel in der Regel nicht kraiftig genug, obwohl erfahrungsmassig zur Heilung einer auch noch so bedeutenden natiirlichen Krankheit, so weit diese iiberhaupt noch heilbar ist, voilkommen ausreichend, wenn man sie nur passend auszuwahlen versteht. Daher entbehren freilich die Anhanger der neuen Schule des (eben nicht beneidenswerthen-) Vortheils der alten Schule, durch grosse Gaben der Peruanischen.Rinde den periodischen Ty

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xIE[ Vorwort. Indessen zeigt ebenfalls die Erfahrung, dass es in vielen Fallen eine nicht so leichte Aufgabe fir den Hom6 -opathen ist, j e d e n Wechselfieber-Kranken so schnell, wie er es wiinscht, zu heilen, und dass daher -Mancher sich leider genoithigt gesehen hat, wieder zu seiner bewdhrten China in den gewohnten Dosen zu greifen, wovon er am Ersten den zweideutigen Triumph einer scheinbaren Besiegung der Krankheit erwarten darf. Eine kurze Anleitung, wonach der angehende Hombopath si

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VOrWOrt. Xli I tet, oder wenigstens so in den ffintergrund gedrangt werden, dass man sic in der Regel kauin einer besondern Erwdihnung werth halt, oder da, wo sie allzn heftig sind, dasý Siechthum, - oft mit dem Namen eines verkappten Wechselfiebers belegt. Aber gerade in diesen, wenn gleich unbedeutend scheinenden Nebenbeschwerden ist, naehst der Eigenthiixmlichkeit des Fieber-Paroxismus selbst, hauptsachlich das Charakteristische zu suchen, welehes bei der Wahl des Mittels den Ausschlag g

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xIV Vorwort. gemeiner Wichtigkeit sind, und dass man ihuen, zumal da, wo sie heftig und deutlich hervortreten, die gr~isste Aufmerksamkeit schenken muss. - Der Herausgeber glaubte um so mehir hierauf aufmerksam machen zu mifissen, da der Hom~iopath von entfernten Wecliselfieber - Patienten meistens nur sehr ungentligende Krankheitsbilder erla-ngt, hierdurch aber nicht selten aus der Verlegenheit gerissen werden kann. Wenn die, Wecliselfieber, wie es haufig geschieht, einen epidemischen Char

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Vorwort. XV das Fieber und je passender die Axznei ist), sowie einige andere hierher geh*rige Regein und Kautelen, diirfen als bekannt vorausgesetzt werden, da die ~~. 232 ff. des Organons vierter Auflage (oder die ~~. 235 if. der flinften Auflage), so wie das Vorwort Hahnemann's iiber die Wiederholung der Arzneigaben (Seite XXI. des Repertoriums der antipsorisehen Arzneien, zweite Ausgabe) vom Verfasser (und fast gleichlautend mit der Anmerkung zum ~. 246 der filnften Ausgabe des Organ

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0 xvi Vorwort. beigehen erwahnt werden, dass sich bisher in Wechselfiebern nach China -Missbrauch hauptstaehlich Arn. Ars. Bell. Cale. Caps. Carb. veg. Cina. Ferr. Ipec. Mere. Natr. mum. Pals.. Sep. Suiph. und Vematm. *) hififreich 'gezeigt haben, ohne jedoch andere Mittel auszu-schliessen, die in angewdhnlichemen Falflen der ganzen Symptomen -Gruppe besse'r entspmechen dii*rften. Miinster im M~iiz 1833. C. v. Bo~nninghausen. *)(In welchem. Maasse sich die Zahi der hierh

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1. Abtheilung. Allgemeine Fieber-Symptomie. 1. Aconitum Napellus. (Acon.) 1. Der Puls meistens sehr yvoll, hart und beschleunigt, zuweilen aussetzend; selten klein und fadenfdrmig, oder unfifhlbar. - K ltegeftihl in den Adern. 2. Zu Anfange der Krankheit Fros t, am Heftigsten Abends nach dem Niederlegen, oft mit einer heissen Backe und verengerten Pupillen. - Frost von Entblhssung und von Beribhrung. - Beim Froste oft innere Hitze mit Angst und Backenr-the. - Von den Fissen bis zur Brust

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2 2 I. Agar. - Ambr. 2. Agaricus muscarius. (Agar.) 1. P ul s Fr~ihl etwas beschleunigt, spater am Tage.immner langsamer; sehr ungleich und zuweilen aussetzend. 2. Pr o s tund Fro stigkeit vorherrschend, besonders in der kalten, freien Luft und beim.Ejiften des Bettes.Frostschauder aim Ktirper von Obeni herunterlaufend. 3. H it ze wenig und fast nur am Oberk~irper.4. Pettiger, aber nicht iibeiriechiender Soh weiss die Nacht hindureli im SchiAafe. - Schweiss von geringer Bewegu

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I. Ambr. - Anac. 3 4. Naichtlicher, starker Schweiss, am Meisten nach Mitternacit und auf der kranken Seite. - Starker Schweiss bei Bewegung, besonders am Bauche und an den Oberschenkein. 5. Ammonium carbonicum. (Ammr.) 1. Puls hart, gesianit und schlnell. 2. Abenldliche Anfialle von Frost, oft mit Hitze wechseind, bis gegen MAitternacit. - Frost im Freien. 3. Hitze am Meisten Abends, besonders im Gesichte, mit kalten Ftissen. 4. Schweiss in der Morgenzeit, am Meisten an den Gelenken. -

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4 I. Anac. - Ant. cr. fiber den Rii*cken, wie mlit kaltein Wasser iibergos sen, mit Hitze des Gesichts. - Innerer Frost, selbst in der warmen Stube. 3. Aeussere Hitze mit ininerem Froste. - Hitze des Oberk~irpers mit kalten Ftissen, innerem Frostschander unci heissem Athem. - Taglich, von Nachmittags 4 Uhr an bis Abends Hitze, weiche erst mit dem Abendessen vergeht. 4. Abendlicher S ciwei ss am Kopfe, Bauch und Riicken, selbst im Stillsitzen. - Nachtschwveiss auf Bauch und Riicken. - Kiebri

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I. Ant. cr. - Ap. 5 3. Hitze bei Nacht vorherrsciend, aber bis Mitternacht mit kalten FUssen. - Grosse Hitze bei der mindesten Bewegung, besonders in der Sonne. 4. Morgens, beim Erwachen, Schweiss, welcher die Fingerspitzen schrumpflg maccht. - Schweiss, welcher typisch zu derselben Stunde wiederkehrt, gewbihnlich einen Morgen um den Andern. 10. Antimonium tartaricum. (Ant. tart.) 1. Piuls voll, stark und beschleunigt, zuweilen zitternd. - Starkes Klopfen in den Adern. - Bei nachlassende

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6 I. Ap. - Arn. 3. Trockne Hitze gegen Abend. - Das Hitzegeffihl ist am Starksten an der Brust und Herzgrubengegend. 4. S c h w e is s abwechselnd mit Trockenheit der Haut. 12. Argentum foliatum. (Arg.) 1. Puls beschleunigt, Abends nach dem Niederlegen. 2. Frost Nachmittags und Abends, bis zum Schlafengehen, auch in der Vormitternacht bei jedem Ltiften des Bettes. - Der Frost geht vom Rticken aus. 3. Hitz e Vorm-ittags, und zwar fiber den ganzen Koirper, nur am Kopfe weniger. 4. Schweiss bl

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I. Ars. - Asa foe. 7 14. Arsenicum album. (Ars.) 1. Puls schwach und klein, aber sehr beschleuLnigt, oft unfiihlbar und ganz fehiend, oder aussetzend. - Puls Friih schnell, Abends langsarer. - Brennen oder. Kdiltegefihil in den Adern. 2. Frost (und Hitze) undeutlich hervortretend, entweder gleichzeitig, oler im Wechsel. - Vormittags Frost, church Kicits zu tilgen. - Innerlicher Frost bei a-usserer Hitze. - Frost unc Schauder nach jedem Trinken. - Aeussere Kalte mit kaltem, ki

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E( I. Asar. - Bar. 16. Asarum europaeum. (Asar.) 1. Pu is schnell und stark. 2. Frost und Kaltegeftihi Vormittags, nach jedem, Essen und Trinken, und in der freien Luft, m eistens -mit.Hitze des Kopfes. - Viel Frbisteln am Tage. 3. Hit ze Abends nach dem iNiederlegen, besonders im Gesielite und in den Handtellern.- Abwechselnd tiberlaufende brennende Hitze und Kalte. 4. In der >Taeht versta-rkter, sduerlich riechender S c h w e, i s s, am Stdrksten in den Achselgruben,' sonst auch im ru

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I. Bar.-- Bism. 9 3. Ueberlaufende Hitz e 6fters am Tage. -- Naechtliehe Anfalle von fliegender Hitze, mit grosser Aengstliehkeit und Unruhe. 4. Ndchtliche, ermattende Sehweisse. - Haibseitiger Schweiss, meistens an der linken Seite. - Um den andern Abend wiederkelrender Schweiss. 19. Atropa Belladonna. (Bell.) 1. Puls gewoihnlich schuell, oft voll, hart und gespaunt, aber auch zuweilen klein und weich; selten langsam, wobei er dann voll ist. -. Klopfen der Karotiden und Schlifeadern.

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10 10 I. Bism. r- Brom. 2. Frost mit Leichenk-Ilte des ganzen Kbrpers. 3. Friih, nach dern Aufstehen, fliegende 1-it ze tiber den ganzen Ktirper, besonders an Kopf und IBrust.Aeussere, trockne, brennende Hitze. 4. Schweiss fehit. 21. Borax veneta. (Bor.) 1. Puls etwas beschleunigt. 2. F r o s t und Frbsteln, meistens irn Schiafe. -- Frost vorherrschend, besonders Kaclirittags und Abends.Frost mit Hitze abwechselnd. - Frost von jedler Entbldssung. 3. Fliegende Hitze Frtih und

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I. Bry. - Calc. 11 24. Bryonia alba. (Bry.) 1. Puls sehr voll, hart, schnell und gespannt, zuweilen auch aussetzend, mit starker Blutwallung. 2. Frost und Frostigkeit vorwaltend, oft mit Kopfhitze, rothen Backen und Durst. - Frost mit Ausserer Kalte des Kdrpers. - Frost und Kalte am Meisten Abends und oft nur halbseitig rechts. - Frost in der Stube mehr, als im Freien. 3. Trockne, brennende Hitze, meisteiis bloss innerlich, und als brenne das Blut in den Adern. - Bei der Hitze sehr erhd

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12 2I. Cale. - Canth. 3. Geftere Anfalle von tiberlaufender Hitze, mit angstlichem Herzklopfen. - Hitze, darauf Frost und kalte 1-Thnde. Abends im Bette Aussere Hitze bei innerem Froste. -Hitze nach dem Essen. 4. Schweiss bei der geringsten Bewegung, selbst in der kalten, freien Luft. - Schweiss im, ersten Schiafe. - Frtihschweiss. - Am Kopfe und auf der Brust schwitzt or am Stdrksten. - Kiebriger Nachtschweiss bloss an den Beinen. 27. Camphora. (Camph.) 1. Puls klein, schwach und l

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I. Canth. - Carb. an. 13J langsamn und fast unfiihlbar. - Pulsiren durch die zitternden Glieder. 2. F ro s t mit, ailgemeiner Kalte, am Meistcn in abendlichen Anfijilen, durch aussere WiiRrme nicht zu tilgen.Fieber, oft fast nur aus Frost bestehend, mnit nachfolgendem Durste, ohne llitze. Frost den IRtiken herauflaufend. 3. Ritz e in der Nacht und bloss itusserlich, olmne soiche selbst zu ftihlen. - Brennende Hitze, mit Angsrt und Durst. 4. Schweiss bei jeder Beweguing. - Kalter Schwei

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14 1. Carb. an. - Caust. 3., Ritze jedesmal nach vorga'ngigem Froste, am Meisten in der Nacht im Bette. 4. Schweiss nach der Hitze, gewiihnlich gegen Morgen. - Schweiss am Tage bei geringer Bewegung, selbst beim Essen. Uebelriechender, ermattender, die Wasche gelbfdrbender Nachtschweiss. - Schweiss am Starksten an den Obersehienkein. 32. Carbo vegetabilis. (Carb. veg.) 1. Puls, schwach und matt, oft unfUibbar. - Aussetzender Pals. - Ungleicher Puls, dann sehr beschleunigt, dann wi

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I. Caust. - Chel. 15 4. S chw eiss sogleich nach dern Froste, ohne vorgangige Hitze. - Starker Schweiss beim Gehen im Freien. - Sauerriechende Nachtschweisse. - Friihschweiss gegen 4 Uhr. 34. Chamomilla vulgaris. (Cham.) 1. Puls klein, aber gespannt und bescbleunigt; oft sehr ungleich und dann eine Zeitlang schwach. 2. Frost und Schauder gewahnlich nur an einzelnen Theilen, bei Hitze an Anderen. - Frostschauder bei innerer Hitze. - Frost und Milte des ganzen Kdrpers, mit brennend heissem

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16 1I. Cel. - Cie. einen (recliten) Unterschenkels. - Schauder ohne Aussere KILIte. - -Schauder den Riicken herab laufend. 3. Innerliche H it ze, ohne Durst, Abends nach deni Niederlegen. 4. S c hw eis s wiihrend des Schlafs, Nachmitternacht und in der Morgelizeit, befim Erwachen bald vergehend. 36. China. (Chin.) 1. PulIs klein, aber hart und schuell, nach dem Essen ruhiger. - Puls unregelmaiissig und zuweilen aussetzend. -- Ungemneine Auftreibung der Adern. 2. F ro s t iber den ganzen K

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I. Cic. - Coce. 17 2. Frost und Frostigkeit mit Verlangen nachWarme und dem warmen Ofen. - Die FrostkAlte geht von der Brust aus und Iauft die Schenkel herunter und in die Arme, mit Starrsehen. 3. Ritze wenig und bloss innerlich. 4. Schweiss die Nacht and in der Morgenzeit, am Meisten am Unterleibe. 38. Gina. (Cina.) 1. Pu Is klein, aber hart und beschleunigt. 2. Frost mit Schauder und Schilttein, den Oberkbrper bis zum Kopfe herauflaufend, selbst beim warmen Ofen. - Frost

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18 1. Coce. - Coich. 2. Frost ha-ufig mnit Hitze wechiselnd. - Nachmittags und. Abends innerer Frost mit Schauder' iiber den ganzen K~irper, amn Meisten im Rticken und an den Beinen, durch iussere \Varmne nicht zu tilgen. - Bestandiges Frobsteln bei heisser H~aut. 3. Trockne H it z e die ganze iNachit hinidureb. - Ueberlaufende Hitze, mnit brennenider liitze der' Backenl und. kalten Filssen. 4. Schiweiss di(5 gan ze Nacht, welcher nur im Gesiebte kalt ist. - FrtUihschweiss, ami

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I. Coich. - Con. 19 3. Bloss ausserliche, trockne Hitze der Haut. - Die ganze Nacht hindurch trockne Hitze, aber bloss ia-sserlich, mit heftigem-, unauskischbaren Durste. 4. Schweiss ganz unterdrtickt und mangelnd. 43. Cucumis Colocynthis. (Coloc.) I. Puis gewbjhnlich voll, hart und beschleunigt; seltener klein und schwach. - Starkes Kiopfen in alien Adern. 2. Frost und Kalte des ganzen Kdrpers, oft mit Gesichtshitze. - Entweder Kalte der 1-Iiinde. oder der Fusssoblen, bei sonstiger Wa-rm

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20 I. Creos. - Cupr. 45. Creosotum. (Creos.) 1. Puls klein und schwach, bei starker Blutwallung. - In der Rube klopft es ihm in allen Adern. 2. Frost vorherrschend, am Meisten in der Rube.Schbittelfrost mit starker, fliegender Gesichtshitze, rothen Backen und eiskalten Ftissen. - Frost mit grosser kbrperlicher Unruhe. -- Frost mit Hitze abwechselnd. 3. Hit z e am Meisten im Gesichte. - Fliegende Hitze mit scharf umschriebener R6the auf den Wangen. 4. S ch-rweiss wenig und nur in der Morg

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I. Cupr. -- Dig. 21 wohisein (anch niach Fallsucht).- EiskalIte des ganizen Kodrpers. 3. UeberlanLfende, fliegende Hi tz e. - Ermattende, abzehrende, innere Hitze. 4. Kalter Soh weiss die Nacht. - Viele AnfAlle (von Fallsucht und Wahnsinn) nienmt(altem) Schweisse. 48. Cyclamen europaeum. (Cyci.) 1. P u Is nicht merklich verandert.. 2. Frost Vormittags oder Abends. - Frilli oder Abe-)nds Anfiflle von Frostschauder ilber den ganzen K~zrper. - Beim abendlichen Froste grosse Empfindlichkeit ge

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22 2. Dig. - Duic. - Ungemeine Kalte der Hande und Ffisse mit kaltem Schweisse. - Grosse Empfindlichkeit gegen Kalte. 3. Hitze meistens spat nach dem Froste eintretend. - Poi-tzlich tibeilaufende- Hitzempfindung, mit nachfolgender Schwache. - Vermehrte Warme tiber den Kbrper, mit kaltem Gesichtsschweisse. - Hitze der einen Hand, bei Kaqlte der Andern. 4. Schweiss in der Nacht, meistens kalt und etwas kiebrig. - Schweiss gleich nach dem Froste, ohne vorgangige Hitze. 50. Drosera rotundifo

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I. Duic. - Ferr. 23 4. Uebelriechender S c h w e i s s, Nachts und Fr~th tiber den ganzen Kd*rper, am Tage melir auf dem Rticken, in den Achselgruben und Handtellern.- Unterdri-ickter und ganz mangeinder Schweiss. 52. Euphorbia officiniarum. (Euphorb.) 1. Puls? 2. F r o s t und Frostigkeit vorherrschend. - Frost zu Anfiange des Essens und beim Gehen in freier, nicht kalter Luft. - Frost mit gleichzeitigem Schweisse. - Frostschauder tiber den gauzen Oberhirper, m-it Hitze der Backen. - Ma

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4)1) I. Ferr. - Graph. 3. Trockne H it z e hiber den ganzen KISrper, besonders gegen Abend, mit starker ROithe des Gesiehts und Neigung sich zu entbk*ssen. 4. Sehr vieler und lange anhaltender Schweiss, sowohi am Tage bei jeder Bewegung, als auCh Nachts und in der Morgenzeit im Bette. - Kiebrige und meistens sehr ermattende Sciweisse. - Ur den andern Tag Schweiss von Mforgens his Mittags. - Stark riechender Naehtschweiss. Zuweilen kalter Angstschweiss (bei Krxaimpfen). 55. Fluoricum acidu

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I. Guaj. - Hep. 25 57. Guajacum officinale. (Guaj.) 1. Pu 1 s klein, schwach und weich, aber beschleunigt. 2. Innerlicher Frost ilber den ganzen Kirper, selbst beim warmen Ofen, am Meisten Nachmittags und Abends. 3. Abends Hitze, besonders im Gesichte. 4. Slchweiss ebenfalls am Meisten am Kopfe und an der Stirne, auch beim Gehen im Freien. - Sehr tibelriechende Nachtschweisse. 58. Helleborus niger. (Hell.) 1. Puls gewihnlich klein, langsam und kaum ftihlbar. 2. Frost am Tage vorherrsche

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26 I. Hep. - Ignat. heftigem Durste, die ganze Nacht, hindurch. - Fliegende Hitze mit Schweiss. 4. Bestlindiger, starker Sc-hweiss, Tag und Nacht. - Am Tage sehr leichtes Sehwitzen, besonders bei jeder Geistes-Anstrengung. -- iNacht- und Frtih-Schweisse mit Durst. - Kalte, kiebrige, oft sauer- oder ilbeiriechende Schweisse. 60. Hyoscyamus niger. (Hyose.) 1. Puls beschleunigt, voll, hart und stark; seltener schwach, langsam und aussetzend. - Starke Auftreibung der Adern. 2.

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I. Ignat. - Ipec. 27 hUlfte. - Aeussere Kalte bei innerer -Hitze. - Innerer Frost bei Ausserer Hitze. 3. Bloss aussere H it ze obne Durst, mit Unertriigliehkeit dusserer Warme.- Aeussere Hitze mit RMthe, bei innerern Frostschauder. UeberlauLfende Anfilfle. von diusserer Hitze. - Bestandiger schueller Weelisel von Hitze und Kalte. - Haibseitige, brennende Gesichtshitze. 4. Wenig Schweiss, oft bloss im. Gesiehte. - Gefiihl, als wolite Schweiss ausbrechen, der aber niclit erfolgt. - Schwe

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28 1. Ipec. - Lach. 3. Anhaltende, ailgemeine Hitze, mit trockner, pergamentartiger Haut, nach kurzem Froste. - Abendliche, ingstliche, trockne fitze. - Plbtzliche Anfiille von allgeWieiner Hitze, mit kalten Handen und Fttssen. - Die I-Jitze ist meistens ohne Durst. 4. Sehr starker S clh we is s, am Meisten in der Nacht. -- Beisseuder, meistens sauerriechender Schweiss; oft auch Kalter. - In der Stube 6ftere Anfaflle von heissem Schweisse. 64. Kali carbonicum. (Kali.) 1.

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I. Lach. - Led. 29 schauder den Thicken heraufziehendl, oft urn den andern Tag. - Frost mit Hitze abwechselnd, und zwar von einer Stelle zur Andern. - Frost urn den andern TIag wiederkehrend. 3. H itz e Abends, besonders- an HMinden und Fiissen. - Abends und Naclits Brenn.Ai in den Handtellern und Fusssoblen. - Niichtliche I-itze, wie von Blu1tw~allung, mit grosser Ernpflndlichkeit des Halses.- Inneres Hitzgeftihl mit kalten Ftissen. 4. Heftiger Sc h we is s bei den, meisten. Beseiwerden. -

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30 I. Led. - Magn. - Friih und Vormittags vorherrschender Frost mit Durst. - Allgemeine Kalte mit Hitze und Rathe des Gesichts. 3. Hitz e ohne Durst, gegen Abend vorherrschend. - Abendliches Brennen an Handen und Fiissen. - Hitze mit Schweiss abwechselnd. 4. Schweiss die ganze INacht hindurch, mit Neigung sicli zu entblkssen. - Uebelriechender. oder sauerlicher Nachtschweiss. - Schweiss bei der mindesten Bewegung, am Meisten an der Stirne. --- JUckender Schweiss. 68. Lycopodium