Die Vermarktung des Weines ist aus dem römischen Ägypten überwiegend in Lieferungskäufen belegt. Die Dokumente umfassen einen breiten Zeitraum (vom 3. Jh. v.Chr. bis zum 7. Jh. n.Chr.), aber die Mehrheit der überlieferten Urkunden stammt aus dem 6.–7. Jh. n.Chr.[1] Im vorliegenden Beitrag werden die Quellen aus der römischen Zeit untersucht; Schriftstücke aus früheren Epochen werden nur gelegentlich mit herangezogen.[2] Die Verträge folgen überwiegend einem einheitlichen Schema; als Musterbeispiel kann SB XVI 12486 (Herm., 470 n.Chr.) zitiert werden:

    Ich bekunde von dir erhalten und bezahlt bekommen zu haben den zwischen uns vereinbarten vollständigen Preis für zweihundertfünfzig Knidien neuen Wein, Most, in Ziffern 250 Kn. Wein, die ich dir liefern werde im Monat Mesore zur Zeit der Weinlese der glücklich kommenden zehnten Indiktion ohne Widerspruch und Verzug in neuem, schönstem und bestem Wein nach dem Maß des ganzen Dorfes, wobei du die Gefäße dafür stellst. Dir steht die Vollstreckung an mir und meinem gesamten Vermögen wie aus einem Urteil zu. Die Urkunde ist maßgeblich und auf Befragen habe ich zugestimmt...[3]

    Das Schriftstück wurde am 3. Phaophi (30. September) 470 ausgestellt. Aurelios Phoibammon verkaufte an eine gewisse Klaudia Theonilla 250 Knidien Wein,[4] wofür er den Kaufpreis laut Urkunde bereits beim Vertragsschluss voll erhalten hat. Es wurde neuer Wein, Most verkauft, der im Mesore (Juli/August), zur Zeit der Weinlese des nächsten Jahres, geliefert werden soll. Der Verkäufer verspricht, gute Qualität zu liefern: neuen, schönsten Wein. Vertraglich festgesetzt wurden noch das Maß, womit die 250 Knidien zugemessen werden und die Abrede, dass die Käuferin die Gefässe zu stellen hat. Die Vollstreckungs- und Kyriaklauseln richten sich nach dem üblichen Muster. In manchen Urkunden folgt noch die Zusage, dass der Verkäufer den Wein innerhalb einer gewissen Frist austauschen werde, wenn er verdorben sei.[5]

    In mehreren Urkunden wird der Weingarten präzise genannt, woher der Wein geliefert werden soll.[6] Das lässt darauf schließen, dass auf der Verkäuferseite typischerweise Weinproduzenten beteiligt waren. Dafür spricht auch der Lieferungstermin: Zur Zeit der Weinlese kann vor allem der Winzer selbst seine frische Ernte weitergeben. In vielen Urkunden wird der Verkäufer ausdrücklich als Weinbauer bezeichnet, anderswo verweist der Textzusammenhang auf seine bäuerliche Stellung.[7] Die Käufer kommen hingegen meistens aus einer städtischen Umgebung und tragen oft Ehren- oder Amtstitel.[8] In den Lieferungskäufen dürften also überwiegend Urproduzenten mit Konsumenten (Händlern) kontrahiert haben.

    Die komplizierten Methoden der Weinbereitung und die individuellen wirtschaftlichen Interessen führten notwendigerweise zu einer bunten Vielfalt von Geschäftsmodellen. Der unterschiedliche wirtschaftliche Inhalt lässt sich auf den ersten Blick nicht immer leicht feststellen, da die Beurkundungspraxis zu einer starken Vereinheitlichung des Formulars führte. Der Urkundenschreiber (oder die schreibkundige Partei selbst) nahm einen alten Vertragstext als Vorlage und suchte die konkrete Vereinbarung mit Hilfe wohlbekannter Klauseln schriftlich zu gestalten. Als Ergebnis kam ein schematisches Modell zustande, deren Formulierung durch die Jahrhunderte kaum Änderungen aufweist. Die Ähnlichkeiten sind so auffällig, dass das Schrifttum lange von einem einzigen, einheitlichen Vereinbarungsmodell ausging. Im vorliegenden Beitrag möchte ich drei typischen Bestandteile der Lieferungskäufe über Wein besprechen: die oft fehlende Bezifferung des Kaufpreises; die Bedeutung der Strafklausel und die Definition des Rechtsgeschäfts.


     
    1) Die Vorauszahlung des Kaufpreises ist ein wesentliches Element der Lieferungskäufe. Die typische Klausel lautet: "Ich bekunde empfangen und in völligen Besitz erhalten zu haben ... den untereinander vereinbarten vollständigen und richtigen Preis für ... Wein ...."[9] Dogmatisch betrachtet erfolgt damit eine Sachhingabe (Zuzählung einer Geldsumme) mit der Zweckbestimmung, dass dafür eine gewisse Menge Wein geliefert werden soll. Das reale Element erzeugt die Obligation des Verkäufers, die vereinbarte Leistung künftig zu erbringen.[10] In den überlieferten Klauseln über den Empfang des Kaufpreises sind nur kleine Abweichungen im Formular zu beobachten,[11] die aber keine juristische Relevanz haben.

    Es gibt jedoch einen auffälligen inhaltlichen Unterschied in der Abfassung der Verträge: Manche Urkunden bestätigen bloß den Empfang des Kaufpreises für eine bestimmte Menge Wein, nennen aber keinen Geldbetrag dazu,[12] während andere Urkunden Kaufpreis und Weinmenge genau beziffern.[13] In der untersuchten Sammlung der Lieferungskäufe über Wein (der relativ gut erhaltenen Texte)[14] wurde also der Kaufpreis überwiegend nicht beziffert; 35 Papyri von den untersuchten 48 gehören in diese Gruppe. Hingegen nennen 13 Dokumente präzis sowohl den Kaufpreis als auch die dafür zu liefernde Weinmenge.[15] Die Urkunden kommen aus unterschiedlichen Gauen und in demselben Gau sind oft beide Modelle vertreten. Deshalb muß die Erklärung mit gautypischen Eigenschaften ausgeklammert werden.

    Es scheint eher die chronologische Zuordnung der Dokumente aufschlussreich zu sein: Die Urkunden mit genau beziffertem Kaufpreis stammen (mit einer einzigen Ausnahme) aus dem 6–7. Jh.[16] Mustert man hingegen die Dokumente mit unbeziffertem Kaufpreis durch, ist festzustellen, dass diese aus einem breiten Zeitraum (vom 1. Jh. bis zum 7. Jh. n.Chr.) belegt sind.

    Der für Lieferungskäufe typische unbezifferte Preis gab schon öfters Anlass für Spekulationen; Bagnall verallgemeinert dieses Phänomen und stützt darauf seine These der Wuchergeschäfte.[17] Jördens sortiert die Lieferungskäufe in drei Gruppen: Summarischer Kaufpreis mit fester Produktmenge; exakte Summe mit Produktmenge nach künftigem Marktpreis; oder exakte Summe mit exakter Produktmenge.[18] In der von mir untersuchten Gruppe der Weinkäufe (die nur einen Teil ihres Untersuchungsmaterials bilden) fehlt die von ihr aufgestellte zweite Gruppe. Deshalb soll diese Gruppierung hier dahingestellt bleiben. Die zu leistende Produktmenge kann absolut oder relativ bestimmt werden; beide Modelle sind in einem wirksamen Kauf zulässig. Nach griechisch-hellenistischem Vertragsrecht ist juristisch-dogmatisch allein die Vorleistung einer Partei, die hier in der Zahlung des Kaufpreises besteht, von entscheidender Relevanz. Unsere Urkunden dokumentieren einseitig verpflichtende Obligationen, die mit dem bestätigten Empfang des (wenn auch unbezifferten) Kaufpreises die künftige Leistungspflicht des Empfängers ausreichend begründen.

    Oben wurde festgestellt, dass die Bezifferung des Preises für die Bewertung des Geschäfts weder dogmatisch noch wirtschaftlich entscheidend ist. Manchmal verblüfft trotzdem, wie konsequent die Parteien am Prinzip, den Kaufpreis nicht zu beziffern, festgehalten haben. Eine Zahlungsanweisung, die an den Bankier Herakleides gerichtet wurde, formuliert:[19] "Zahle durch Diagraphe – ich habe ihn dir am heutigen Tag vorgestellt – Iustos ... aus dem Weiler ... aus dem Gebiet Arabia im memphitischen Gau den Preis von süßem Wein, haltbar, aus den Früchten des laufenden 12. Jahres ... vierzig Keramia ...." Der namentlich nicht erhaltene Anweisende ist der Käufer, der dem Produzenten den Kaufpreis für vierzig Keramia Wein durch die Bank als Zahlstelle zukommen lassen will. Der Weingarten, woher der Verkäufer zu liefern hatte, wird genau beschrieben. Das spricht dafür, dass es hier um einen Lieferungskauf (einen beschränkten Gattungskauf künftiger Sachen) geht. Der Text der Anweisung folgt ziemlich getreu dessen Schema. Es ist besonders auffällig, dass die Bezifferung des Kaufpreises, also des auszuzahlenden Betrages durch die Bank, sogar hier ausgespart geblieben ist.

    Andererseits nennen oft die Anweisungen, an jemanden Wein zu liefern, den genauen Kaufpreis, dessen Bezifferung in diesem Kontext irrelevant ist. So liest man etwa in P.Oxy. LXIII 4391 (471):[20] "Liefere (übergebe) den Käufern ... aus der rhysis der 9. Indiktion für die gegebenen 11 Goldsolidi als Preis der Weinlese 429 Doppelkrüge Wein ...." Isis, die Herrin hat hier einem Weinbauern angeordnet, eine bestimmte Menge Weines an gewisse Käufer zu übergeben. Der Herausgeber argumentiert, dass es hier um einen Lieferungskauf gehe;[21] die Käufer hätten bereits viel früher gezahlt. Diese Deutung ist zwar denkbar, aber keineswegs zwingend. Es könnte sich ebenso um einen schlichten Kauf unmittelbar vor Errichtung der Urkunde gehandelt haben. Die Lieferung bedurfte der Anweisung, weil der Wein offenbar im Keller des Weinbauern gelagert war. Die Bezifferung des Kaufpreises dürfte für die Quittung der Händler bzw. für das Innenverhältnis zwischen der Anweisenden und dem Angewiesenen von Bedeutung gewesen sein.[22]


     
    2. Die in den graeco-ägyptischen Papyri überlieferten Verträge setzen oft eine Strafsumme für den Fall eines Vertragsbruches fest.[23] In der hier untersuchten Gruppe von Weinkäufen kommen jedoch nur in den folgenden Dokumenten Strafklauseln vor:

    Weinkäufe mit Garantie Datum Ort
    SB XVI 12488 538 Hermopolites
    P.Ant. 42 (=CPJ III 508) 557 Antinoopolis
    SB XXII 15595 (=SB XVI 12401) 6.–7. Jh. Hermopolites
    SB XVI 12490 6. Jh. Hermopolites
    P.Stras. VII 696 6. Jh. Hermopolis
    SB XVIII 13124 6. Jh. unb.
    SB XVI 12491 6.–7. Jh. Hermopolites
    BGU XVII 2695 608 Hermupolis
    BGU XII 2209 614 Hermopolites
    SB XVI 12492 638 Hermopolites
    Weinkäufe ohne Garantie Datum Ort
    P.Athen. 23 82 Arsinoites
    PSI 1249 265 Oxyrhynchites
    PSI 1250 265 Oxyrhynchites
    P.Eirene II 7 615 Hermopolites

    Aus den untersuchten Lieferungskäufen enthalten nur 14 eine Vertragsstrafe. Die Urkunden mit poena stammen überwiegend aus dem Hermopolites (insgesamt 10), aber auch andere Gaue (Antinoopolis, Arsinoites, Oxyrhynchites) sind vertreten. Es sind darunter Belege vom 1. bis zum 7. Jh. zu finden, also aus der ganzen hier untersuchten Zeitperiode. Die Höhe der Vertragsstrafe wechselt von einem Solidus bis zu zehn Goldsolidi.[24] Die poena wird konsequent in Goldwährung festgelegt.[25] Weinkäufe mit Vertragsstrafe sind sowohl unter den Verträgen mit Garantie (10 Dokumente) als auch unter denen ohne Garantie (4 Dokumente) zu finden.

    Packman hat 1975 für alle Gattungen von Waren die damals bekannten "sales on delivery" untersucht. Sie hat festgestellt, dass die Strafklausel (Festsetzung einer Vertragsstrafe wegen Nichterfüllung) kein ständiger Bestandteil des Formulars war; die Klausel kommt nur in manchen Lieferungskäufen vor.[26] Packman hat vorgeschlagen, aus der unterschiedlichen Anwendung dieser Klausel eine feste Regel abzuleiten: "specification of price paid served the same function in these contracts as penalty clauses; where one was included, the other was unnecessary." In den Verträgen, die den Preis beziffern, seien meistens keine Vertragsstrafe festgelegt worden, während die Verträge ohne genaue Preisbezifferung meistens eine Vertragsstrafe enthalten hätten.[27] Daraus schließt sie, dass der bezifferte Preis die Strafklausel entbehrlich gemacht habe. Der Verkäufer habe jederzeit frei zurücktreten und sich mit der Rückzahlung der einfachen Summe befreien können. Würde dies zutreffen, wäre es ihm möglich gewesen, frei zu spekulieren und bei günstigen Marktverhältnissen seine Ware zurückzuhalten und weiter zu veräußern.

    Gegen Packmans These wendet bereits Rupprecht ein, dass die fehlende Strafklausel nur den "Verzicht auf eine vorherige Vereinbarung der Vollstreckungssumme" bedeute, aber keine weiter gehenden wirtschaftlichen Schlüsse zulasse.[28]

    Für Packmans These scheint zu sprechen, dass 10 von den Weinkäufen mit Strafklauseln tatsächlich ohne einen bezifferten Kaufpreis abgefasst wurden.[29] Überblickt man jedoch das ganze hier untersuchte Material, ist festzustellen, dass der Kaufpreis insgesamt in 28 Urkunden unbeziffert blieb, und davon nur 10 eine Strafklausel enthalten. Für die Lieferungskäufe über Wein trifft also Packmans These keineswegs zu. Die Detailuntersuchung eines konkreten Kaufmodells widerlegt deutlich die vorgeschlagene Möglichkeit einer Generalisierung.


     
    3) Kauf oder Darlehen? Der juristisch-dogmatische Charakter der Lieferungskäufe über Wein ist im Schrifttum seit langem umstritten. Pringsheim betont, dass das Formular aus den Klauseln des Kaufes und des Darlehens zusammengestellt wurde.[30] Das griechische Recht kenne nur den Barkauf, wo die Leistungen Zug um Zug ausgetauscht werden. Beim Lieferungskauf fehle jedoch die Kaufsache, die erst Monate später hergestellt wird; von den primären Leistungspflichten der Parteien erfolge beim Kaufabschluss allein die Preiszahlung. Deshalb betont Pringsheim, dass unser Rechtsgeschäft vom Kauf zu unterscheiden sei: "not contracts of sale but contracts for cash payment with deferred delivery."[31]

    In der Tat erklärt der Verkäufer in zwei Texten[32] ausdrücklich, den Kaufpreis als Darlehen erhalten zu haben. Pringsheim zieht daraus den dogmatischen Schluss, dass der im voraus bezahlte Preis dogmatisch als Darlehen zu bewerten sei: Erst mit der Herstellung der Kaufsache sei das Rechtsgeschäft automatisch in einen Kauf umgewandelt worden.[33] Diese Konstruktion habe auch den Vorteil, dass die Vollstreckung bei Nichterfüllung dem Käufer nach Darlehensrecht zustehe.[34]

    Diese Überspitzung des Barkaufdoktrins hat bereits Thür kritisiert: Pringsheims These, dass künftige oder noch nicht individualisierte Sachen nicht Gegenstand eines Kaufs sein können, übertrage nur die Probleme des römischen Gattungskaufs in das griechische Recht.[35] Rupprecht verlangt nach einer differenzierteren Betrachtung. Er betont, dass der Preis nur in zwei Urkunden Darlehen genannt sei, und auch dort nur in der Hypographe der Parteien bzw. auf der Verso-Seite, also nicht im eigentlichen Vertragstext. Zu Recht lehnt er die von der Existenz der Ware abhängige Umwandlung des Rechtsgeschäfts ab: Er betont, dass der Lieferungskauf sich "nach anfänglicher Anlehnung an das Darlehen zu einem eigenständigen Vertragstyp" entwickelt habe.[36] Auch Seidl kritisiert Pringsheim und fragt, ob daneion und time wirklich ein juristischer Gegensatz darstellten, wie emptio venditio und mutuum" im römischen Recht – die in der römischen und modernen Rechtsdogmatik geschulte Denkungsweise und straffe Terminologie seien auf das griechische Recht nicht ohne weiteres übertragbar.[37]

    Gegen die strikte Definition der Vorleistung des Käufers als Darlehen spricht weiterhin, dass der Kaufpreis in den Lieferungskäufen überwiegend nicht beziffert wurde: Versteht man unter daneion "die Überlassung vertretbarer Sachen zum wirtschaftlichen Verbrauch unter der Verpflichtung der Rückgabe in gleicher Art, Menge und Güte,"[38] würde der ungenannte Betrag wegen fehlenden Vertragsobjekts zur Nichtigkeit führen.[39]

    Die beiden Lieferungskäufe, die den Kaufpreis daneion nennen,[40] könnte man eher mit einer lokalen notariellen Variante erklären. In der reichen Fülle der überlieferten Urkunden vertreten sie eine zu geringe Anzahl, um darauf weitreichenden dogmatischen Schlüsse zu bauen.

    Wollf betont, dass "der Gebrauch des einen oder andern aus der Vielzahl der bald einander verdrängenden, bald nebeneinander existierenden Urkundentypen in hohem Masse nicht mehr war als Frage jeweiliger lokaler Gewohnheiten."[41] Der in untergeordneter Stellung tätige Schreiber oder Notar hat in seiner dörflichen Umgebung kaum nach dogmatischen Überlegungen, sondern nach praktischen Gesichtspunkten gearbeitet. Die Schwierigkeit einer präzisen Definition dürfte eher damit zusammenhängen, dass die Rechtsfiguren des antiken Alltags mit der Terminologie und Begriffsbildung der modernen Dogmatik nicht immer präzise erfasst werden können.

    In der neueren Literatur hat Bagnall versucht, den Lieferungskauf nach ökonomischen Gesichtspunkten neu zu definieren. Er will diese Verträge als Wuchergeschäfte einstufen:[42] Der vorausbezahlte Preis bleibe deshalb unbeziffert, weil die Parteien dadurch Wucherzinsen verschleiern wollten. Der Käufer habe die soziale Notlage des Verkäufers ausgenützt und den vorausbezahlten Kaufpreis mit hohen Zinsen verrechnet; der Verkäufer sei gezwungen, seinen Wein weit unter dem Marktpreis herzugeben.[43] Rupprecht wirft Bagnall zu Recht vor, dass er "die notwendige Differenzierung zwischen der juristischen Form – d. h. dem hier anzuwendenden Formular mit seinen Möglichkeiten – und dem wirtschaftlichen Zweck" verkannt habe.[44] Thür sieht in der fehlenden Bezifferung des Preises eine Vorsichtsmaßnahme: "Für den Fall, dass der Verkäufer nicht leistet, soll die Strafsumme sich nicht am empfangenen Kaufpreis orientieren, sondern am Marktpreis zur Zeit der Fälligkeit."[45]

    Die berechtigte Kritik an der Darlehenstheorie kann mit weiteren Argumenten ergänzt werden. Ich möchte noch darauf hinweisen, dass unsere Urkunden konsequent eine einseitige Obligation dokumentieren.[46] Der Käufer hat bereits erfüllt, er hat den Kaufpreis beglichen;[47] für die künftige Abwicklung des Geschäfts ist allein die Tatsache der vollständigen Zahlung relevant, aber die Höhe des Betrages ist nicht mehr von Interesse.[48] Künftige Verpflichtungen trafen allein den Verkäufer; nur diese mussten schriftlich festgehalten und die Urkunde dem Käufer als Beweisstück ausgehändigt werden. Die Parteien brauchten nichts zu verschleiern, weil das Preis-Ware-Verhältnis in der Antike völlig der Privatautonomie überlassen war.[49] Weder das griechische noch das römische Recht kannte zwingende Normen über einen "gerechten Preis."

    Ich möchte noch auf eine verwandte Praxis bei der Beurkundung der Immobilienkäufe verweisen: Ein Hausverkauf in Soknopaiou Nesos, aus dem Jahre 11 n.Chr., ist zufällig in mehreren Urkunden überliefert. P.Vindob.Sal. 4 dokumentiert den ersten Schritt, den Empfang einer arrabon-Zahlung in der Höhe von 300 Silberdrachmen. Das Dokument nennt auch den vollen Kaufpreis, 740 Silberdrachmen, und setzt die Restschuld des Käufers mit 440 fest. P.Lond. II 262 (p. 176) überliefert die bald darauf ausgestellte eigentliche Kaufurkunde: Chairemon, der Verkäufer anerkennt darin den Empfang des vollen Preises, der Betrag wird aber nicht mehr genannt. In dieser Phase des Vertragsschlusses war die Höhe des Kaufpreises nicht mehr relevant. Für die Eigentumsübertragung genügte die vollständige, restlose Bezahlung, die vom Verkäufer verbindlich bestätigt wurde. Die mehrfach dokumentierte Transaktion zeigt, dass die fehlende Bezifferung des Preises in den Kaufurkunden keine wirtschaftlichen oder dogmatischen, sondern allein urkundentechnischen Gründe gehabt haben dürfte.

    Es ist mir leider kein Weingeschäft bekannt, das – dem oben zitierten Fall ähnlich – in mehreren Dokumenten überliefert worden wäre. Es kann trotzdem angenommen werden, dass auch diese Käufe in mehreren Schritten abgewickelt bzw. in mehreren Schriftstücken dokumentiert wurden. Die Zahlung des Kaufpreises und die Lieferung dürften in Anweisungen, Quittungen oder in Abrechnungen (Eintragungen im Geschäftsbuch) der Parteien ausreichend dokumentiert gewesen sein.

    Der Rechtshistoriker muß in juristischen Kategorien denken und das Rechtsverhältnis nach juristischer Relevanz bewerten. Wolff betont, dass man weder auf die geläufigen Ausdrücke noch darauf verzichten dürfe, "jenseits der bloßen Feststellungen positiver Tatsachen auch die fundamentalen Rechtsvorstellungen herauszuarbeiten," die in einem gegebenen Recht in Gesetzen und Institutionen, im typischen Inhalt von Rechtsakten und Geschäftsformularen wirksam geworden sind.[50]

    Die Lieferungskäufe bilden einen eigenständigen Vertragstyp innerhalb der Kaufgeschäfte. Für diesen Kauf ist die Vorauszahlung des vollen Kaufpreises gegen die künftige Lieferung von Waren, die zur Zeit des Kaufabschlusses noch gar nicht existieren, typisch. Zwischen Vertragsschluss und Erfüllung liegen oft Monate. Dazu kommt beim Weinkauf das Spezifikum der, dass der bereits zugemessene Wein aus technischen Gründen noch für längere Zeit beim Verkäufer lagert und reift. Es handelt sich um einen eigenständigen Kauftyp, mit eigenen Haftungs- und Gefahrtragungsregeln, die in der Kautelarpraxis entwickelt wurde. Der juristisch relevante Inhalt ist in der Formulierung der einzelnen Klauseln unabhängig von den lokalen Varianten. Die begriffswesentlichen Elemente und die juristischen Merkmale des Rechtsgeschäfts zeigen einen allgemein beibehaltenen Standard, der durch Jahrhunderte ungebrochen weiter lebt, bis in die arabische Zeit Ägyptens.

    Der vorliegende Beitrag hat das Formular nach juristisch-dogmatischen Gesichtspunkten untersucht, wobei der wirtschaftliche und technologische Kontext weitgehend berücksichtigt wurde. Das Vertragsobjekt der Weinlieferungskäufe war immer neuer, frisch gepresster Traubensaft, der mehrere Monate vor seiner Entstehung bereits veräußert wurde. Der Kaufpreis wurde in den meisten Verträgen nicht beziffert; dieses Phänomen ist jedoch ohne rechtliche Relevanz. Die Leistungspflicht des Verkäufers wird durch die Vorleistung des Käufers erzeugt: Die Vorauszahlung des Kaufpreises begründet die Haftung des Verkäufers für den Fall der Nichtleistung, was mit der Zweckverfügung sinnvoll erklärt werden kann. Weitere typische Klauseln, die hier ausgeklammert geblieben sind, bilden den rechtsgeschäftlichen Inhalt dieses Kaufmodells: Die Zumessung des Weines zur Zeit der Lese, der "Erfüllung" im juristischen Sinne; die langfristige Lagerung des Weines beim Verkäufer (gestreckter Kauf mit aufgeschobener Lieferung der Kaufsache) und die Garantie für das vertragsspezifische, immanente Risiko des Geschäfts (das Umschlagen des Weines).

    Notes

      1. Nach einem ähnlichen Formular wurden Weinkäufe mit Vorauszahlung des Kaufpreises sogar noch im 8. Jh. n.Chr., in koptischer Sprache abgefasst. Der Kauftyp bleibt auch im arabischen Ägypten noch in Gebrauch, s. dazu W. Diem, Arabischer Terminkauf. Ein Beitrag zur Rechts- und Wirtschaftsgeschichte Ägyptens im 8. bis 14. Jahrhundert (Wiesbaden 2006) 16ff.return to text

      2. Hierher könnte man auch die beiden frühen Lieferungskäufe CPR XVIII 5 und 30 aus dem 3. Jh. v.Chr. eingliedern. Es scheint aber zweckmäßig, sie wegen ihres abweichenden Schemas und viel früheren Abschlußdatums aus den folgenden Überlegungen auszuklammern; vgl. dazu G. Thür, "Rechtsfragen des Weinkaufs," in Akten des 21. Internationalen Papyrologenkongresses (Stuttgart–Leipzig 1997) II 967–975.return to text

      3. S. dazu H. Harrauer, "Sechs byzantinische Weinkäufe," in R. Pintaudi (hg.), Pap.Flor. VI (Florenz 1980) 109f., der den Text aus vier Bruchstücken zusammengestellt hat.return to text

      4. Da dieses Hohlmaß verschiedene Mengen bezeichnen konnte, dürfte die gekaufte Menge zwischen 550 und 1,100 Liter gelegen sein.return to text

      5. Zum Formular s. A. Jördens, P.Heid. V, s. 301ff.; G. Poethke, Kommentar zu BGU XVII 2695 auf S. 61 mit Literaturübersicht und F. Mitthof, Einleitung zu SPP III2 auf S. XXIff. Zur Vollstreckungsklausel s. H.-A. Rupprecht, "Urkundsformular und Wirklichkeit. Bemerkungen zur praktischen Bedeutung einer Urkundsklausel," in Fschr. Werkmüller (Berlin 2007) 283ff.return to text

      6. So etwa P.Flor. I 65 (Just. 570/71); SB XXVI 16830 (=P.Bad. IV 55, 6.Jh.); P.Lond. II 390 (Ars. 6.–7.Jh.); P.Athen. 23 (Thead. 82).return to text

      7. So z.B. P.Ant. I 42 (Ant. 542); P.Athen. 23 (Thead. 82); BGU XII 2207 (?, 606); BGU XVII 2695 (Herm. 608); P.Eirene II 7 (Herm. 615); SB 12 492 (Herm. 638); T.Varie 8 (Oxy. 669); P.Wisc. I 11 (Oxy. 7.Jh.); BGU XIII 2332 (Ars. 374); P.Lond. III 1001 (Herm. 539); P.Oxy. XLIX 3512 (Oxy. 492); P.Rein. II 101 (?, Ende 2.Jh.); P.Select 2 (Herakl. 6.Jh.).return to text

      8. So z.B. P.Mich. XV 748; SB XVI 12488; SB 12489; SB 12639; P.Wisc. I 11; BGU XIII 2332; P.Lond. II 390; P.Oxy. XLIX 3512; SB I 4504; SB 4505.return to text

      9. P.Amst. I 48, Z. 6–8. Die gautypischen Abweichungen des Formulars zeigt Jördens, op.cit. (o. Anm. 5) 307ff.return to text

      10. H.J. Wolff, "Die Grundlagen des griechischen Vertragsrechts," ZRG 74 (1957) 54; s. auch die Zusammenfassung von É. Jakab, "Consensual Contracts at Athens. Antwort auf E. Cohen," in H.-A. Rupprecht (hg.), Symposion 2003 (Wien 2006) 86ff.return to text

      11. S. dazu Jördens, op.cit. (o. Anm. 5) 306–311.return to text

      12. Der Kaufpreis blieb in den folgenden Dokumenten unbenannt: P.Athen. 23; P.Rein. II 101; PSI XII 1249; PSI XII 1250; SB XVI 13037; SB XVI 12486; P.Oxy. XLIX 3512; CPR XIX 31; SB XVI 12489; P.Stras. I 1; SB V 8264; SB XVI 12488; P.Lond. III 1001; SB XVI 12639 (=SPP XX 136); P.Ant. 42 (=CPJ III 508); P.Flor. I 65; P.Coll.Youtie II 93; SB XVIII 13124; SPP III2 135; SPP III2 163; P.Rein. II 102; P.Ross.Georg. V 39; P.Amst. I 48; P.Athen.Xyla 613; P.Select 2; P.Lond. II 390; SB VI 9593; SB XVI 12491; SB XXII 15595 (=SB XVI 12401); SPP III2 151; SPP III2 205 (+363); BGU XII 2207; BGU XVII 2695; BGU XII 2209; SB XVI 12492. return to text

      13. Der Kaufpreis wurde hingegen genannt in BGU 2332; P.Col. VIII 245; P.Mich. XI 608; PSI X 1122; SB XXVI 16830 (=P.Bad. IV 55); SB I 4505; SB 4504; P.Edfu I 3; P.Oxy. LXI 4132; T.Varie 8; T.Varie 11; P.Mich. XV 748; P.Wisc. I 11.return to text

      14. Wegen fehlender Textteile konnten hier etwa P.Eirene II 7 und Bodl.MS.Gr.class.f 34 (P), ediert von N. Gonis, "Six Documentary Fragments from Oxford Collections,"JJP 33 (2003) 72–75, nicht berücksichtigt werden.return to text

      15. Das Formular der Lieferungskäufe lebt in koptischer und arabischer Sprache weiter. In diesen Urkunden wird jedoch der erhaltene Kaufpreis konsequent beziffert und die Leistungspflicht als Bringschuld festgelegt; s. dazu Diem, op.cit. (o. Anm. 1) 16ff.return to text

      16. Relativ wenige Urkunden stammen aus früherer Zeit, etwa P.Cair.Isid. 87–92 vom Anfang des 4. Jhdts. oder P.Col. VIII 182 aus dem Jahre 372.return to text

      17. S. dazu bereits O. Montevecchi, "Ricerche di sociologia nei documenti dell'Egitto greco-romano. Vendite a termine," in Aegyptus 42 (1944) 134; R. Bagnall, "Price in 'Sales on Delivery'," GRBS 18 (1977) 90ff. return to text

      18. Jördens, op.cit. (o. Anm. 5) 305. Problematisch finde ich dabei, dass auch die stark fragmentarischen Texte mechanisch mit herangezogen werden, obwohl sie zum Teil ein abweichendes Formular zeigen, vgl. etwa P.Neph. 34, worin Wein, Weizen und Kaufpreis in einem umstrittenen Kontext auftreten.return to text

      19. SPP XXII 4 II, Memphis, erste Hälfte des 2. Jhs.return to text

      20. Ähnlich auch P.Oxy. VII 1055 (267).return to text

      21. J.R. Rea im Kommentar auf S. 109.return to text

      22. Die arabischen Lieferungskäufe folgen dem Schema ihrer Vorbilder aus dem byzantinischen Ägypten. In den erhaltenen Urkunden wird der Empfang des Kaufpreises bestätigt – aber der genaue Betrag bleibt auch hier ungenannt. Die Rechtsgelehrten betonen immer wieder, dass die Summe exakt beziffert werden soll, aber die Praxis geht auch hier oft andere Wege. Offenbar waren diese Geschäfte stark auf Vertrauensbasis gestellt, bildeten den Teil einer langen und guten Geschäftsbeziehung und liefen ohne Leistungsstörungen ab, s. Diem, op.cit. (o. Anm. 1) 16.return to text

      23. Vgl. allgemein A. Berger, Die Strafklauseln in den Papyrusurkunden (Berlin 1911) 55ff.return to text

      24. SB XVIII 13124.return to text

      25. Berger, op.cit. (o. Anm. 23) 32.return to text

      26. Z.M. Packman, "Aurelia Tetoueis Revisited, or, The Meaning of Price in Contracts of Sale on Delivery," CdÉ 50 (1975) 285–296.return to text

      27. Ibid., 292.return to text

      28. H.-A. Rupprecht, "Vertragliche Mischtypen in den Papyri," in Mneme G. A. Petropoulos (Athen 1984) II 279. Zu seiner Argumentation kann man noch C 4,49,12 zitieren: Die Kaiserkonstitution, die in einem ähnlichen Fall für den vollen Schadensersatz des Verkäufers entscheidet, hätte auch als Antwort auf eine Anfrage aus dem römischen Ägypten gut gepasst.return to text

      29. Weitere 2 sind vorne abgebrochen, weshalb keine sicheren Aussagen über die Beurkundung des Kaufpreises möglich sind.return to text

      30. F. Pringsheim, The Greek Law of Sale (Weimar 1950) 269ff.return to text

      31. Ibid., 406.return to text

      32. SB VI 9569 (91 n.Chr.), vgl. dazu L. Amundsen und S. Eitrem, "Sale of Wine on Delivery," in EOS 48.2 = Symbolae Raphaeli Taubenschlag dedicatae (Warschau 1957) 79 und BGU IV 1015 (221).return to text

      33. F. Pringsheim, "A New and Peculiar Contract for Cash Payment with Deferred Delivery (P.Oslo Inv. no. 1440)," SDHI 24 (1958) 227: "It is lent, it is entrusted meanwhile to the promiser. Only when the wine comes into existence ownership can pass: then only the money will be definitely remain with the promiser, it will become a price."return to text

      34. Ähnlich hat den Lieferungskauf bereits Montevecchi, op.cit. (o. Anm. 17) 131ff. charakterisiert.return to text

      35. Thür, op.cit. (o. Anm. 2) 975.return to text

      36. H.-A. Rupprecht, Untersuchungen zum Darlehen im Recht der graeco-ägyptischen Papyri (München 1967) 128f.; id., Kleine Einführung in die Papyruskunde (Darmstadt 1994) 119.return to text

      37. E. Seidl, "Juristische Papyruskunde 14. Bericht (Neuerscheinungen von September 1958 bis September 1961)," SDHI 27 (1961) 495.return to text

      38. H.-A. Rupprecht (1967), op.cit. (o. Anm. 36) 13.return to text

      39. Musterhaft unterscheidet zwischen den Grundschemen von Kauf und Darlehen bei Bewertung der arabischen Lieferungskäufe Diem, op.cit. (o. Anm. 1) 18, 25.return to text

      40. SB VI 9569 und BGU IV 1015.return to text

      41. H.J. Wolff, Das Recht der Griechischen Papyri Ägyptens in der Zeit der Ptolemäer und des Prinzipats (München 1978) II 137.return to text

      42. Bagnall, op.cit. (o. Anm. 17) 90ff.return to text

      43. Ihm folgen etwa Grimm, Heinen, Shelton, und Winter, P.Neph. 34 Komm. (S. 117).return to text

      44. Rupprecht, op.cit. (o. Anm. 28) 279.return to text

      45. Thür, op.cit. (o. Anm. 2) 975. Für die Definition als "Kauf" argumentiert F. Morelli, "Τιμή e μισθός: vendita e prestazione di lavoro. Osservazioni sulle relazioni economiche tra artigiani e proprietà nell'Egitto bizantino," in Comunicazioni. Istituto Papirologico "G. Vitelli" (Florenz 1997) 7–29. Seinen Ergebnissen über die Abgrenzung von time und misthos in den Abrechnungslisten stimme ich zu, den Lieferungskauf würde ich jedoch – anhand seiner typischen juristischen Merkmale – als einen eigenständigen Kauftyp behandeln.return to text

      46. Zur Homologie vgl. Wolff, op.cit. (o. Anm. 10) 57ff.return to text

      47. Vgl. dazu Thür, op.cit. (o. Anm. 2) 974: "Der Käufer gibt sein Geld, der Verkäufer unterwirft sich durch dessen Empfang der vertraglich festgesetzten Praxis."return to text

      48. In dieser Richtung bereits Pringsheim, op.cit. (o. Anm. 30) 275. Bei Nichterfüllung wird die Vollstreckung auf die vereinbarte Strafsumme oder auf den Marktpreis geführt.return to text

      49. Der Unterschied zwischen dem Kaufpreis und dem Marktpreis zur Zeit der Lieferung wurde von den spätantiken Rechtsschulen als legitimer Preisabschlag, aber keineswegs als Wucherei, beurteilt, s. dazu Diem, op.cit. (o. Anm. 1) 45f. return to text

      50. H.J. Wolff, "Der Rechtshistoriker und die Privatrechtsdogmatik," in Festschrift für Fritz von Hippel (Tübingen 1967) 704.return to text