Bible, Luther Translation
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This version of the Luther translation of the Bible is derived from the edition published by the Deutsche Bibelgesellschaft (© 1984), and is provided with their kind permission.
- [78.1] EINE UNTERWEISUNG ASAFS. Höre, mein Volk, meine Unterweisung, neiget eure Ohren zu der Rede meines Mundes!
- [78.2] Ich will meinen Mund auftun zu einem Spruch und Geschichten verkünden aus alter Zeit.
- [78.3] Was wir gehört haben und wissen und unsre Väter uns erzählt haben,
- [78.4] das wollen wir nicht verschweigen ihren Kindern; wir verkündigen dem kommenden Geschlecht den Ruhm des HERRN und seine Macht und seine Wunder, die er getan hat.
- [78.5] Er richtete ein Zeugnis auf in Jakob und gab ein Gesetz in Israel und gebot unsern Vätern, es ihre Kinder zu lehren,
- [78.6] damit es die Nachkommen lernten, die Kinder, die noch geboren würden; die sollten aufstehen und es auch ihren Kindern verkündigen,
- [78.7] daß sie setzten auf Gott ihre Hoffnung und nicht vergäßen die Taten Gottes, sondern seine Gebote hielten
- [78.8] und nicht würden wie ihre Väter, ein abtrünniges und ungehorsames Geschlecht,
- [78.9] wie die Söhne Ephraim, die den Bogen führten, abfielen zur Zeit des Streits;
- [78.10] sie hielten den Bund Gottes nicht und wollten nicht in seinem Gesetz wandeln
- [78.11] und vergaßen seine Taten und seine Wunder, die er ihnen erwiesen hatte.
- [78.12] Vor ihren Vätern tat er Wunder in Ägyptenland, im Gefilde von Zoan.
- [78.13] Er zerteilte das Meer und ließ sie hindurchziehen und stellte das Wasser fest wie eine Mauer.
- [78.14] Er leitete sie am Tage mit einer Wolke und die ganze Nacht mit einem hellen Feuer.
- [78.15] Er spaltete die Felsen in der Wüste und tränkte sie mit Wasser in Fülle;
- [78.16] er ließ Bäche aus den Felsen kommen, daß sie hinabflossen wie Wasserströme.
- [78.17] Dennoch sündigten sie weiter wider ihn und empörten sich in der Wüste gegen den Höchsten;
- [78.18] sie versuchten Gott in ihrem Herzen, als sie Speise forderten für ihr Gelüste,
- [78.19] und redeten wider Gott und sprachen: Kann Gott wohl einen Tisch bereiten in der Wüste?
- [78.20] Siehe, er hat wohl den Felsen geschlagen, daß Wasser strömten und Bäche sich ergossen; kann er aber auch Brot geben und seinem Volk Fleisch verschaffen?
- [78.21] Da der HERR das hörte, entbrannte er im Grimm, und Feuer brach aus in Jakob, und Zorn kam über Israel,
- [78.22] weil sie nicht glaubten an Gott und nicht hofften auf seine Hilfe.
- [78.23] Und er gebot den Wolken droben und tat auf die Türen des Himmels
- [78.24] und ließ Manna auf sie regnen zur Speise und gab ihnen Himmelsbrot.
- [78.25] Brot der Engel aßen sie alle, er sandte ihnen Speise in Fülle.
- [78.26] Er ließ wehen den Ostwind unter dem Himmel und erregte durch seine Stärke den Südwind
- [78.27] und ließ Fleisch auf sie regnen wie Staub und Vögel wie Sand am Meer;
- [78.28] mitten in das Lager fielen sie ein, rings um seine Wohnung her.
- [78.29] Da aßen sie und wurden sehr satt; und was sie verlangten, gewährte er ihnen.
- [78.30] Sie hatten ihr Verlangen noch nicht gestillt, ihre Speise war noch in ihrem Munde,
- [78.31] da kam der Zorn Gottes über sie und brachte ihre Vornehmsten um und schlug die Besten in Israel nieder.
- [78.32] Zu dem allen sündigten sie noch mehr und glaubten nicht an seine Wunder.
- [78.33] Darum ließ er ihre Tage dahinschwinden ins Nichts und ihre Jahre in Schrecken.