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ï~~Bulletin of the American Society of Papyrologists 44 (2007) 97-123 Leinenhindler im Herakleopolites in arabischer Zeit P.Vindob. A.P. 15021 (PERF 576)' Lucian Reinfandt Universitit Wien Abstract Edition und Kommentar eines arabischen Briefes (aus der ersten Hailfte des 8. Jahrhunderts), der von einem muslimischen Kaufmann auf einer Handelsreise in al-Fustat an seine Frau in Herakleopolis Magna geschickt wurde. Sie soll mit einem Schiffnach al-Fustat kommen und hochwertige Leintiicher (bazz) mitbringen. Bemerkenswert sind die unkonventionellen Eulogien zu Anfang des Briefes. Verfasser des vorliegenden Briefes ist der muslimische Kaufmann Maymfun b. 'Abdallah, der sich zu geschiftlichen Zwecken in der Hauptstadt al-Fustat aufhSlt. Er schickt den Brief an seine Frau und seinen Sohn, die beide im heimischen Ihnas (Herakleopolis Magna) zuriickgeblieben sind. Nach einleitenden frommen Formeln kommt er auf persdnliches zu sprechen: Er ist bei guter Gesundheit (Z. r.9-10), leidet jedoch unter Heimweh und mdchte lieber heute als morgen nach Ihnas zuriickkehren, kann jedoch al-Fustat aufSDie von mir verwendeten Abkurzungen sind am Ende des Aufsatzes aufgelistet. Vgl. auch die in BASP 42 (2005) 127-166, ver6ffentlichte "Checklist of Arabic Papyri" (P.M. Sijpesteijn, J.F. Oates, A. Kaplony). Ich danke Prof. P. Sijpesteijn (Leiden), Prof. W. Diem (K61n) und Prof. A. Kaplony (Zfirich) fuir wichtige Lesungen und zahlreiche Anmerkungen. Mein besonderer Dank aber gilt Prof. C. R6mer (Wien), Direktorin der Papyrussammlung der Osterreichischen Nationalbibliothek, flr stetige Hilfsbereitschaft und vielfailtige Unterstiltzung bei der Arbeit und die Erlaubnis zur Publikation. Das Manuskript lag schon abgeschlossen vor, als ich bemerkte, dass dasselbe Stuck A.P. 15021 schon einmal von S. Mugawiri Muhammad als A.P. 1502 ver6ffentlicht worden ist (Mugfwiri, Alqgab 3.117). Da es sich bei dessen Arbeit jedoch nur um eine Abschrift (ohne Formalbeschreibung, Ubersetzung, Kommentar oder inhaltliche Einordnung) handelt, die zudem mit Ungenauigkeiten und erheblichen Lesefehlern behaftet ist, halte ich eine erneute Ver6ffentlichung dieses wichtigen Textes erst recht flr geboten.
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